Klassenprojekt 8f
Was macht aus einem Jungen aus einfachen Verhältnissen eine der größten Musikikonen der Welt? Der Film Michael erzählt genau diese außergewöhnliche Lebensgeschichte und zeigt den Weg von Michael Jackson vom armen Kind bis hin zum weltweiten Superstar.
Der Film ,Michael‘ ist eine 2026 erschienene Biografie, die von Oscar-Nominee John Logan geschrieben und von Antoine Fugua inszeniert wurde. In der Hauptrolle brilliert Jaafar Jackson – der leibliche Neffe von Michael Jackson, der für die Rolle nicht nur die komplexen Tanzbewegungen perfekt erlernte, sondern die Songs auch selbst einsang.
Wir haben den Film am 21. Mai,gemeinsam im UCI Wandsbek angesehen um, uns selbst ein Bild zu machen.
Der Film beschreibt das biografische Filmdrama „Michael“, das die emotionale und von Gewalt geprägte Lebensgeschichte des Sängers von seiner Kindheit bis in die frühen 2000er-Jahre nachzeichnet. Es wird geschildert, wie der Vater die fünf Brüder aus Gary (Indiana) durch harten Druck und frühe Auftritte in Bars prägte, bis den „Jackson 5“ mit dem Plattenvertrag bei Motown Records der große Durchbruch gelang. Den endgültigen Aufstieg zum weltweiten „King of Pop“ schaffte Michael Jackson jedoch erst als Solokünstler nach dem Wechsel zu Epic Records. Wegweisend dafür waren das Album Off the Wall im Jahr 1979 sowie der historische Erfolg des Albums Thriller von 1982. Nach seinem legendären „Moonwalk“-Auftritt im März 1983 erreichte seine Popularität den Höhepunkt. Den Schlusspunkt der gemeinsamen Familienband markierte schließlich die Victory Tour im Jahr 1984, bei der Michael seinen Brüdern einen letzten Gefallen erwies und noch während der Tournee das Ende der Band verkündete, um sich fortan ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen.
Wir finden, dass der Film einen guten Überblick über den Start von Michael Jacksons Karriere gibt und sie verständlich darstellt.
Bereits vor dem Kinostart wurde der Film stark diskutiert. Viele Fans waren gespannt, wie offen mit den kontroversen und schwierigen Aspekten von Jacksons Leben umgegangen wird.
Regisseur Antoine Fuqua inszeniert besonders die Konzert- und Tanzszenen sehr eindrucksvoll und fängt die Energie von Michael Jackson gut ein. Auch die Hauptrolle wird überzeugend gespielt, und die verschiedenen Zeitepochen wirken detailreich und authentisch. Besonders die Musik trägt stark zur Wirkung des Films bei und verstärkt viele emotionale Momente.
Kritisch gesehen wird jedoch der Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen. Diese werden zwar erwähnt, aber nach Meinung vieler Kritiker nicht ausreichend vertieft oder kritisch eingeordnet. Dadurch entsteht der Eindruck einer einseitigen Darstellung, die vor allem Jacksons musikalische Erfolge betont und problematische Aspekte eher in den Hintergrund rückt.
Auch aus der Familie von Michael Jackson gab es Kritik am Film. Einige Angehörige sollen nicht einverstanden damit gewesen sein, wie bestimmte Ereignisse dargestellt werden, und bemängeln, dass der Film kein vollständiges Bild zeigt. Insgesamt wird dem Film vorgeworfen, zu wenig kritische Distanz zu haben und kein ausgewogenes Bild zu vermitteln. Für viele wirkt er dadurch eher wie eine Hommage als wie eine objektive Biografie. Dadurch stellt sich die Frage, wie objektiv der Film tatsächlich ist und ob er eher eine bestimmte Sichtweise auf Michael Jackson vermittelt.
Trotz dieser Kritik wird „Michael“ als technisch hochwertiger und emotional wirkungsvoller Film beschrieben. Die visuelle Umsetzung und die Darstellung von Jacksons Karriere werden gelobt, während die öffentliche Diskussion zeigt, dass der Film sein Ziel einer vollständig ausgewogenen Biografie nicht ganz erreicht. Genau dieser Konflikt zwischen künstlerischer Bewunderung und fehlender kritischer Distanz macht den Film besonders diskussionswürdig. Wir haben den Eindruck, dass der Film manche Aspekte eher zurückhält aber dennoch eine guten Einblick auf sein Leben gewährt.
Trotz der überaus berechtigten Kritik möchte wir insbesondere die herausragende Darstellung von Michael Jackson durch seinen Neffen hervorheben, welche den Film zu einem Meisterwerk der Filmkunst macht.
Die Biografie ist ein absolutes Muss für jeden Musik und Film Fan. Es werden viele Dinge aus Michaels Leben gezeigt, die man niemals vermutet hätte. Der Film zeigt viel von der familiärem Druck geprägte Kindheit des Sängers und feiert gleichzeitig seine gigantischen Meilensteine von den Jackson 5 bis zum weltweiten Thriller-Erfolg. Viele Fans freuen sich schon auf den zweiten Teil der wahrscheinlich Jackson heißen wird. Insgesamt finden wir, dass der Film technisch sehr stark und emotional ist, aber inhaltlich nicht alle Seiten von Michael Jackson gleich gut beleuchtet.
Quellen
Der Film ,,Michael“
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_(2026)
Moritz und Vince
