26. Oktober 2020

Mein Corona Alltag

Felix Müller, Klasse 8

Ich stehe um 8:30 Uhr langsam auf. Zum Glück brauche ich keinen Wecker in diesen miesen Zeiten. Müde gehe ich ins Bad und 5 Sekunden danach weiß ich nicht mehr wieso. Aha, ja stimmt, ich muss ja auf die Toilette. Leise höre ich von unten die übertrieben fröhlichen Stimmen meiner Eltern. Was macht überhaupt mein Vater hier? Wieso ist der denn nicht arbeiten? Seit über 30 Tagen derselbe Ablauf. Ich könnte kotzen. Ich ziehe mich genervt an und fließe in die Küche. Gelangweilt ziehe ich mir mein Müsli rein und verschwinde erst einmal für 15 Minuten auf der Toilette. Hier kann ich in Ruhe zocken. Schon höre ich durch die Tür eine erst leise dann diktatorische Stimme, dass ich endlich mit meinen Aufgaben anfangen soll. Ich klappe meinen Laptop auf und starre auf den Desktop. Hoffentlich gibt es nicht so viele neue Aufträge bei Iserv. 7 E-Mails und 35 neue Aufgaben erreichen mich heute! Ich überfliege die Aufgaben und verdrehe genervt meine Augen. Ich sehne mich nach Unterricht mit Buch und Heft – ging doch sonst auch immer. Die Aufgaben werden von Woche zu Woche umfangreicher und kreativer! Die Lehrer toben sich aus und lachen sich wahrscheinlich ins Fäustchen. Bald muss ich bestimmt noch den gesamten Coronavirus tanzen. Ich will gerade meiner Mutter sagen, dass ich dringend auf die Toilette muss, da ruft sie „nein!“. Sie hat meinen Trick durchschaut. Also muss ich wohl oder übel doch arbeiten. Also los, ein neuer Tag im Homeschooling beginnt…