30. Oktober 2020

Corona, die Welt und ich

Linus Möller, 8e, 01.04.2020

Corona ist eine virale Erkrankung. Der Erreger, Covid-19, ist erstmals im Dezember 2019 in China (Provinz Wuhan) aufgetreten. Auf einem lokalen Markt, auf dem unter anderem auch Wildtiere angeboten wurden, infizierten sich die ersten Menschen mit dem Virus durch den Genuss von Fledermäusen. Die Übertragung von Menschen zu Menschen erfolgt über Tröpfcheninfektion. Tröpfcheninfektion bedeutet, dass der bloße

Aufenthalt mit einem Infizierten auf engerem Raum ausreicht, um sich zu infizieren. Trotz aller medizinisch möglichen Maßnahmen gibt es kein Gegenmittel und auch keine Impfung.

Das Virus erscheint uns geisterhaft, denn auch infizierte Menschen ohne Symptome, wie z.B. Husten, Fieber und Atemnot, können das Virus übertragen. Das „Geistervirus“ hat sich rasend schnell über beinahe die ganze Welt ausgebreitet. Die Globalisierung und die Beweglichkeit der Menschen spielten ihm dabei in die Hände.

In Deutschland sind es am heutigen Tag (02.04.2020) 73.522 Infizierte und 872 Menschen sind in Folge der Infektion mit dem Covid-19 Erreger gestorben. Die Dunkelziffer, die die Zahl der Infizierten betrifft, wird als deutlich höher angesehen. Ebenso umstritten ist die genaue Zuordnung der Todesfälle. Das liegt beispielsweise daran, dass wenn ein auf Corona positiv getesteter Patient im Krankenhaus stirbt, er automatisch als ein an Corona Gestorbener registriert wird, obwohl er vllt. schon 90 Jahre alt und die Todesursache eigentlich ein Herzinfarkt war. Außerdem kann ein Mensch mit Corona infiziert sein, jedoch aber keine Symptome zeigen. Dieser Mensch wird deshalb nicht als Corona Infizierter registriert, obwohl er das Virus in sich trägt. Aus diesem Grund sind alle Zahlen ungenau.

Weltweit sind die Menschen im Kampf gegen das Virus in ihren Grundrechten von den jeweiligen Regierungen eingeschränkt worden.

So ist es in manchen Ländern nur noch erlaubt, das Haus zu verlassen, um Lebensmittel und Medikamente zu beschaffen.

Der Umgang der Menschen untereinander hat sich verändert. Ein verantwortungsvoller Umgang miteinander heißt nun Abstand halten, kein Händeschütteln, kein Umarmen und keine Besuche mehr von Freunden und Verwandten.  Allerdings wird dies noch längst nicht von allen Menschen, die eigentlich dazu in der Lage sein müssten, eingehalten.

Was macht Corona jetzt eigentlich mit mir?

Meine Familie ist wirtschaftlich nicht betroffen und es gibt zum Glück noch keinen ,,Coronafall“ in der Familie. Auch im Freundeskreis gibt es niemanden, der betroffen ist.

Für mich handelt es sich also wirklich um ein „Geistervirus“. Manchmal mache ich mir Sorgen um meine Oma. Sie lebt alleine und sagt am Telefon manchmal Sachen wie: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Ich mache mir Gedanken darüber, was Sie damit wohl meint. Ich denke, dass sie damit z.B. Kaffeetrinken mit Freunden, Töpfern und Sport im TuS Berne meint. Der Verzicht darauf macht die Seele krank, das kann ich nachvollziehen. Mir fehlt z.B. auch das Treffen mit Freunden, mein Sport, Kaffetrinkengehen und die Freiheit, meinen Tag so zu gestalten, wie ich es gerne möchte.

Trotz alledem versuche ich das Beste daraus zu machen. Ich versuche mich ab und an dazu zu motivieren, Joggen zu gehen, Bücher zu lesen und über mein Handy halte ich mit meinen Freunden und meiner Familie

Kontakt.

Das Corona Virus regiert die Welt, Politiker sind machtlos und müssen es in Kauf nehmen, die Bevölkerung in ihren Häusern einzusperren. Die Menschen fühlen sich unsicher und warten auf ein Erlösen aus der scheinbaren endlosen Zeit. Alle versuchen, die Situation positiv zu sehen und gehen unterschiedlich mit dem veränderten Alltag um. Ich hoffe, dass bald wieder Normalität in das öffentliche Leben einkehrt und wir uns in der Schule wiedersehen. Doch wann wird es endlich soweit sein?