21. Oktober 2020

Corona: Wie es Welt und Mensch verändert

Marlena Steffen, 8e, 01.04.2020

Corona ist eine Pandemie, an der seit Anfang des Jahren immer mehr Menschen erkranken. Nun ist der neuartige Virus Covid-19 auch in Deutschland angekommen und trägt dementsprechende Folgen mit sich. Oft kommt die Frage auf: Wie gehe ich mit dieser noch nie dagewesenen Situation um und wie lange wird das anhalten?

Seit dem 16.3.2020 sind alle deutschen Schulen geschlossen und ein ganz neues Unterrichtssystem musste in die Wege geleitet werden. Die Schüler erhalten ihre Arbeitsaufträge über E-Mails und zu Anfang war es nicht leicht, sich einen Überblick zu verschaffen. Dazu kommt noch das Verbot von Treffen mit Freunden und Bekannten. Aus dem Haus kommen nur wenige in diesen Tagen. Wenn Einkäufe getätigt werden, geht man auf Distanz und die Regale vorzugsweise Klopapier, Konserven und Nudeln sind oft leer. Desinfektionsmittel ist in den meisten Läden ausverkauft und die Hände sind schon vom häufigen Waschen rau.

Aber wie lange wird diese ,,Notstands-Situation‘‘ noch anhalten? In der Medizinforschung wird mit Hochdruck an einem Impfstoff für die ansteckende Atemwegserkrankung  gearbeitet, doch einen wirksamen Impfstoff könnte wohl frühestens 2021 zur Verfügung stehen, was unglaublich früh ist, wenn man bedenkt, dass die Entwicklungszeit dafür gewöhnlich bei 15-20 Jahren liegt. Zum Glück mutiert das neuartige Coronavirus noch lange nicht so schnell, wie bisher befürchtet, was den Schutz einer Impfung erhöhen würde. Der Virologe Christian Drosten, welcher als Experte bereits Behörden und Politik berät, meint, dass der Ausnahmezustand noch ein Jahr andauern könnte, die jetzigen Maßnahmen allerdings nicht diese Zeit andauern müssen. Seinen Rechnungen nach müssen erst ganze 70% der Bevölkerung mit covid-19 infiziert werden, damit die Zahl der erkrankten nicht weiter steigt, sofern man davon ausgeht, dass jeder Mensch drei weitere ansteckt.

Wir dürfen allerdings nicht nur negative Aspekte aus der Pandemie ziehen. Besonders in Zeiten, die nicht einfach, nicht gewohnt sind, lernt man Dinge über sich selbst, von denen man bisher nichts geahnt hatte. Vielleicht merkst du auf einmal, dass du viel strukturierter arbeiten kannst, als du gedacht hattest oder lernst dich zuhause zu beschäftigen und auch mal Zeit ganz für dich alleine zu genießen. Es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen und das schöne daran ist, ein gemeinsames Ziel zu haben. Es gibt Nachbarn, die für die älteren Leute ihre Einkäufe tätigen, damit diese sich nicht als Zugehörige der Risikogruppe in den Supermarkt begeben müssen, das Vital-Hotel Meisner in Neustädtlein verschenkt seine Klopapier Reserven an Senioren und die Menschen applaudieren auf den Balkonen immer öfter für Ärzte, Pflegepersonal, Paketboten und all denen, die das gesellschaftliche Leben, während der Kriese, aufrecht erhalten. Wir sollten uns alle diese Menschen zum Vorbild nehmen, denn das gibt uns die Möglichkeit, die Pandemie zu besiegen und zu wachsen. Viele Menschen lernen Soldarität, Gemeinschaft und auch die eigenen vier Wände jetzt einmal ganzanders kennen und schätzen. Nur durch Zusammenhalt wie auch Rücksicht kann die Infektionskrankheit, die schon zu viele Leben forderte, gestoppt werden.