13. Juni 2024

Das gewöhnliche Alien aus dem Meer

Die gewöhnliche Krake oder auch einfach nur Oktopus ist ein Kopffüßer aus der Ordnung der Kraken. Die mantelartige Rückenoberfläche des Gewöhnlichen Kraken besitzt eine weite Öffnung und wird bis zu 25 Zentimeter lang. Die Fangarme erreichen eine Länge bis zu einem Meter und sind mit zwei Reihen Saugnäpfen besetzt. Ein Tintensack ist vorhanden. Der Gewöhnliche Krake hat keine Schale. Das befähigt ihn zu großer Beweglichkeit und macht es ihm möglich, sich durch engste Öffnungen zu zwängen. Der Gewöhnliche Krake kommt weltweit in den Meeren der tropischen und gemäßigten Meere vor, am häufigsten nahe Großbritannien und der südostasiatischen Küste. Die Art besiedelt die Bodenzone von der Küste bis in Tiefen bis 200 Meter, wo der Gewöhnliche Krake eine Vielzahl von Lebensräumen wie Felsen, Korallenriffe und Seegraswiesen vorfindet. Nachweise von Oktopus liegen aus allen Weltmeeren vor, wobei sich die Systematiker einig darüber sind, dass es sich um mehrere verwandte Arten handelt. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Populationen sind noch nicht näher untersucht. Der Gewöhnliche Krake ernährt sich hauptsächlich von Krebstieren sowie Weichtieren. Weibchen produzieren zwischen 120.000 und 400.000 Eier, die in Schnüren vor allem in Spalten und Höhlen seichter Gewässer abgelegt werden. Die Eiablage kann sich bis zu einem Monat hinziehen. Während der Brutzeit (25–65 Tage, abhängig von der Wassertemperatur) nehmen die Weibchen fast keine Nahrung zu sich, weshalb viele nach dem Schlupf der Krakenbabys sterben. Der sich entwickelnde Krake ist planktonisch. Der Gewöhnliche Krake lebt in freier Wildbahn bis zu zwei Jahre, kann jedoch in Gefangenschaft unter optimalen Haltungsbedingungen bis zu drei Jahre alt werden. Der Gewöhnliche Krake wird vor allem für den menschlichen Verzehr gefangen und als fangfrische Ware, gefroren oder getrocknet und gesalzen angeboten. Nach den Angaben der Food and Agriculture Organization wurden 1999 34.262 Tonnen gefangen, wobei Mexiko mit 19.081 und Italien mit 8.844 Tonnen die größten Mengen fingen. Generell sinken die Fangmengen seit den späten 1960er Jahren. Damals wurden mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr gefangen. Ich persönlich finde es schlecht, dass Oktopusse überhaupt gefangen werden, da sie sehr interessante und intelligente Lebewesen sind.

Paul, 6a