28. Mai 2024

Der Fisch, der eine Autobahn braucht

Der Schwarze Marlin kann so schnell schwimmen, dass er fast schon eine eigene Autobahn braucht. In seinen kurzen Sprints erreicht er Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 129 km/h. Er gehört zur Gattung der Schwertfischartigen und lebt in den tropischen und subtropischen Gewässern des Indischen Ozeans und Pazifiks in Oberflächennähe bis zu mehr als 900 Metern Tiefe; gelegentlich wird er auch in gemäßigten Breiten beobachtet. Einzelne Exemplare wandern mitunter um das Kap der Guten Hoffnung in den Atlantik, ohne dort aber eine Population zu bilden. Weibliche Exemplare werden normalerweise bis 650 kg schwer, es wurden aber schon Exemplare bis zu 4,65 m Länge und 750 kg Masse gefangen. Sein Oberkiefer geht in einen kleinen Speer über, mit dem er auch jagt. Seine Jagdmethode besteht daraus, dass er in einen Schwarm reinschießt und mit seinem Speer die Fische betäubt. Gewöhnlich hält sich der Schwarze Marlin in warmem Wasser (15–30 °C) in Oberflächennähe auf, häufig in Landnähe oder bei Riffen, wo er sich von Fischen, Tintenfischen und großen Krebsen ernährt, wobei er kleine Thunfische bevorzugt. Alles in allem ein sehr interessanter Fisch finde ich.

Paul, 6a