21. Oktober 2020

Spider-Man: Far from Home – Review/Kritik

Nach Avengers: Endgame kommt nun der nächste Marvel-Film. Es steht zu vermuten, dass Spidey der nächste Protagonist des MCU wird und somit quasi der Nachfolger von Tony Stark. Es ist Zeit, den Friendly neighborhood Spider-Man in den großen Superhelden Spidey zu verwandeln. Aber wie ist der Film geworden?

Im Großen und Ganzen bietet der Film alles, was man sich von einem guten Marvel-Film erhoffen darf. Er hat gute Effekte, eine klassische Story und ist spannend und lustig. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr, bietet Spider-Man: Far From Home.

In dem Film stößt Spidey auf seiner Klassenreise quer durch Europa immer wieder auf Shield und Mysterio, um mit ihnen gemeinsam die sogenannten Elementals zu bekämpfen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wie es mit Spidey weitergehen soll. Viel mehr kann man nicht sagen, denn viel mehr haben die Trailer uns nicht verraten. Das ist auf jeden Fall hervorragend und hat ein Lob verdient. Die Trailer machen extrem Lust auf den Film ohne (zu) viel über die Handlung zu sagen.

Leider halten die Trailer aber auch nicht alles, was sie versprechen. In den Trailern und auch einen Großteil des Filmes über wird uns die Frage auf die Nase gebunden, wie es weitergeht und ob Spidey der nächste Iron Man wird. Also der Protagonist des MCU. Diese Frage beantwortet der Film aber nicht, denn wirklich große Veränderungen gibt es am Ende eben doch nicht. Das ist Schade, denn ich hätte mir gewünscht, dass man nach Endgame nicht einfach so weiter macht, sondern ein paar wirkliche Veränderungen mit einbringt. Stattdessen scheint man den Moment, in dem man zeigt, wie es weitergeht so weit wie nur irgend möglich aufschieben zu wollen.

Die Action ist selbst für Marvel-Verhältnisse sehr gut. (Wer den Film schon gesehen hat, weiß, was ich meine.) Was mir daran so gut gefällt, lässt sich ohne Spoiler aber leider nicht sagen.

Fazit: Der Film bietet die klassischen Stärken eines Marvel-Films. Die meisten klassischen Schwächen sind aber leider auch dabei. Viel Neues oder einen Einblick ins MCU nach Endgame wird uns nicht geboten. Es liegt mir fern, diesen Film als schlecht zu bezeichnen, aber wirklich gut kann man ihn auch nicht nennen. Daher bekommt er von mir 7/10 Punkte!

Spoiler-Bereich

Mysterio: Er schien zu Beginn sehr nett und selbst für mich als Zuschauer sehr sympathisch. Prinzipiell befürworte ich es, dass er böse ist, denn so ist es auch den Comics. Dass das funktioniert, zeigt uns der Film selbst. Dennoch büßt er jegliche Charakterstärke ein, ab dem Moment, indem wir herausfinden, wer er wirklich ist. Dennoch bietet er Stoff für hervorragende, surreale Action-Sequenzen. Für meinen Geschmack sogar ein wenig zu viel, aber das ist jammern auf hohem Niveau.